Das Institut

Ziele und Aufgaben des Instituts

Das Institut bietet ein Forum für die wissenschaft­liche Forschung und Lehre auf den Gebieten des deutschen, europäischen und internationalen Medizinrechts, Gesundheitsrechts und der Bioethik. Ziel der Institutsarbeit ist die integrative und interdisziplinäre Erforschung und Vermittlung medizin- und gesundheitsrechtlicher Problemfelder, und zwar durch:

  • Bereitstellung der sachlichen und organisatorischen Voraussetzungen für integrative und interdisziplinäre Forschungs­vorhaben
  •  Erarbeitung von Gutachten und Stellungnahmen zu Problemen des Medizin- und Gesundheitsrechts sowie der Bioethik, insbesondere zu Gesetzesvorhaben und sonstigen nationalen und internationalen Regelungs­vorhaben
  • Heranbildung des wissenschaft­lichen Nachwuchses unter Vermittlung der integrativen Sichtweise und Vorbereitung auf die Praxisberufe im Medizin- und Gesundheitswesen
  •  Durchführung nationaler und internationaler Tagungen
  •  Fach­liche Zusammenarbeit mit Institutionen des Medizin- und Gesundheitswesens und der biomedizinischen Forschung im In- und Ausland
  •  Transformation wissenschaft­licher Er­kenntnisse in die Praxis

Verwaltungs- und Benutzungs­ordnung des IMGB

Zwei Universitäten – ein gemeinsames Institut

Das Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik (IMGB) wurde im Oktober 1998 gemeinsam von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Universität Mannheim errichtet.

Das Institut wird von einem Direktorium geleitet, das sich aus Professoren beider Universitäten zusammensetzt. Das universitäts­übergreifende Institut kann somit auf den Sachverstand ausgewiesener Wissenschaft­ler aus zwei juristischen Fakultäten zurückgreifen.

Ein Institut zweier Universitäten, das auf juristischen Fakultäten mit je eigenen fach­lichen Schwerpunkten basiert und dabei sowohl das Zivilrecht als auch das Öffentliche Recht und das Strafrecht umfasst, existiert in Deutschland bisher nicht. Hinzu kommen die ganz unterschiedlichen Profile der beiden beteiligten Universitäten, die die Arbeit des Instituts aus spezifischen Blickwinkeln fördern und interdisziplinäre Forschung in einer Breite ermöglichen, die an einer einzigen Universität und von einer einzigen juristischen Fakultät nicht erreichbar ist. Genannt sei insbesondere die Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät Heidelberg, vor allem der Rechts­medizin und der Geschichte der Medizin, mit der Fakultät für Volkswirtschafts­lehre der Universität Mannheim, etwa zu Fragen des Gesundheitswesens, mit der Fakultät für Betriebs­wirtschafts­lehre der Universität Mannheim, beispielsweise zum Thema Krankenhaus­management sowie mit den philosophischen Fakultäten beider Universitäten.

  • Universität Heidelberg

    Die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, gegründet im Jahre 1386, ist die älteste Universität Deutschlands, deren weltweiter Bekanntheitsgrad vor allem in den Geistes- und Rechts­wissenschaften sowie der Medizin begründet ist. Neben etablierten Fakultäten tragen neun Sonderforschungs­bereiche und Forschungs­einrichtungen wie das Deutsche Krebsforschungs­zentrum dazu bei, daß die Universität Heidelberg zu den Trägern der innovativsten Potentiale in der deutschen und internationalen Hochschul­landschaft zählt.

  • Universität Mannheim

    Die Universität Mannheim ist 1967 aus der Staatlichen Wirtschafts­hochschule hervorgegangen, die ihrerseits auf die im Jahre 1763 durch Kurfürst Karl Theodor gegründeten „Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften zu Mannheim“ zurückgeht. An der nach deutschen Maßstäben verhältnismäßig kleinen Universität dominieren die Rechts- und Wirtschafts­wissenschaften. Das Hochschul­studium ist durch die starken internationalen Kontakte der Universität geprägt. Die vielfältigen Austausch­programme insbesondere der Fakultät für Rechts­wissenschaft sorgen für eine internationale Zusammensetzung der Studentenschaft und der in Mannheim lehr­enden und forschenden Wissenschaft­ler.