Vortragsveranstaltung: Compliance im Krankenhaus am 11.12.2019

Compliance in der Medizin wurde traditionell als Problem der Patienten bei der Befolgung medizinischer Vorgaben und Ratschläge verstanden. Heute richtet sich Compliance im Gesundheitswesen auch und insbesondere an Krankenhäuser, von denen organisatorische Maßnahmen, gerichtet auf die Vermeidung von Regelverletzungen, gefordert werden. Sowohl der Schutz des Vertrauens der Patienten, die Reputation der Klinik, wie auch der Schutz der Mitarbeiter und der Klinikleitung, erfordern umfängliche Compliance-Maßnahmen. Besonders aber auch, da gravierende Regelverstöße harte Sanktionen zur Folge haben.

Der Förderverein des IMGB veranstaltet zu diesem Themenkomplex am 11. Dezember 2019 eine Vortragsveranstaltung. Diese findet zwischen 14.00 und 18.30 Uhr im Fuchs-Petrolub-Saal (O 138) im Mannheimer Schloss statt. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Das Formular zur Anmeldung sowie weitere Informationen zum Programm der Veranstaltung können Sie dem Flyer entnehmen. Diesen finden Sie hier zum Download im PDF-Format.

 

Ankündigung Medizinrechts­seminar FSS 2020

Im FS 2020 werde ich ein Seminar zum Medizinrecht anbieten. Das Seminar wird als Blockseminar gegen Ende der Vorlesungs­zeit durchgeführt. Zur Anfertigung der Studien­arbeiten/Seminararbeiten sind folgende Zeiten vorgesehen:

1. Kampagne

  • Aushang der Themen: 27. Januar 2020
  • Vorbesprechung und Vergabe der Seminarthemen: 03. Februar 2020 um 11.00 Uhr im Institut für Medizinrecht (Turm Mittelbau West, 1. Etage).
  • Abgabe der Studien­arbeiten: spätestens am 02. März 2020 während der regulären Öffnungs­zeiten im Dekanat vorlegen und danach am Lehr­stuhl abgeben.

2. Kampagne

  • Aushang der Themen: 11. Februar 2020
  • Vorbesprechung und Vergabe der Seminarthemen: 18. Februar 2020 um 11.00 Uhr im Institut für Medizinrecht (Turm Mittelbau West, 1. Etage).
  • Abgabe der Studien­arbeiten: spätestens am 17. März 2020 während der regulären Öffnungs­zeiten im Dekanat vorlegen und danach am Lehr­stuhl abgeben.

An dem Seminar können auch Studierende teilnehmen, die keine Studien­arbeit, aber ein Seminarreferat erstellen möchten. Diese Studierende werden um schriftliche Bewerbung (auch per E-Mail) gebeten.

 

Ausschreibung Förderpreis 2019

Auch in diesem Jahr verleiht der Verein zur Förderung des Deutschen, Europäischen und Internationalen Medizinrechts, Gesundheitsrechts und der Bioethik in Heidelberg und Mannheim e.V. einen Preis zur Förderung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte im Bereich der Rechtswissenschaften, die sich mit Fragen des Medizinrechts befassen.

Mit dem Preis sollen hervorragende Doktorarbeiten beziehungsweise Habilitationsschriften ausgezeichnet werden, die sich intensiv mit den Fragen des Medizin- und des Gesundheitsrechts oder der Bioethik beschäftigen. Der Förderpreis kann nur für Arbeiten vergeben werden, die bei den Universitäten Heidelberg oder Mannheim eingereicht worden sind. Vorschlagsberechtigt sind nur die Professoren der Juristischen Fakultäten der Universitäten Heidelberg und Mannheim. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Fachjury. 

Der Preis ist mit 1000,00 Euro dotiert.

Geeignete Arbeiten inklusive des Erst- und Zweitgutachtens können bis zum 15. Oktober 2019 in elektronischer Fassung an foerderverein@imgb.de gesendet werden.

Sie können die Ausschreibung unter diesem Link als PDF-Dokument herunterladen.

 

DFG-Antrag zu Genome-Editing-Projekt bewilligt

Der Antrag zum Projekt „Vergleichende Bewertung des Einsatzes der Genom- und Epigenom-Editierung in der Medizin: Ethische, rechtliche und soziale Implikationen (COMPASS-ELSI)“von Herrn Prof. Dr. Ralf Müller-Terpitz und Frau Prof. Dr. Dr. Eva Winkler vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg wurde bewilligt.

Ziel von COMPASS-ELSI ist die ethische und rechtliche Beurteilung von Genom- und Epigenom-Editierungs-Anwendungen in der Medizin. Die neue Technologie CRISPR/Cas9 kann für eine präzise Modifikation des Genoms (Genom-Editierung), aber auch des Epigenoms (Epigenom-Editierung) genutzt werden. Während beim Einsatz auf der Genomebene ein Eingriff in die Basenfolge des genetischen Codes erfolgt, wird beim Einsatz auf der Epigenomebene nur die Regulation von Genen beeinflusst, nicht aber der Code selbst verändert. Weil beide Ansätze teilweise zu denselben funktionalen Veränderungen führen, bieten sie sich für eine vergleichende ethische und rechtliche Untersuchung an. COMPASS-ELSI besteht zum einen aus einem eng vernetzten ethisch-rechtlichen Zweijahres­projekt und kooperiert zum anderen mit dem lebens­wissenschaft­lichen Projekt „Risiko-Nutzen-Bewertung für CRISPR-vermittelte antivirale Therapie auf der genetischen versus epigenetischen Ebene“.

In der ersten Arbeits­phase wird COMPASS-ELSI mit seinen biologischen Partnern zusammenarbeiten, um einen systematischen Überblick über mögliche medizinische Anwendungen der Genom- und Epigenom-Editierung zu gewinnen. Dabei sollen normativ relevante Aspekte dieser Technologien, einschließlich potentieller Risiken und Nutzen für die Gesundheit, aber auch Implikationen für Grundwerte wie die Menschenwürde, Autonomie und Natürlichkeit, identifiziert werden. Darüber hinaus soll die Sprache zur Beschreibung dieser Technologien analysiert werden, um zu ermitteln, ob sie die normativ relevanten Aspekte angemessen widerspiegelt.

Hierauf basierend zielt die zweite Arbeits­phase darauf ab, einen normativen Rahmen für die ethische Bewertung von (potenziellen) Anwendungen der Genom-v. Epigenom-Editierung in somatischen Zellen und Keimbahnzellen zu entwickeln. Dies erfolgt mit Bezug auf die Anwendungs­fälle HIV (somatische Zelltherapie) und zystische Fibrose (Keimbahn-genetische Anwendungen). Darüber hinaus sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen für Genom- und Epigenomansätze in somatischen und Keimbahn-Anwendungen analysiert und auf der Grundlage der ethischen Bewertung die rechtlichen Grenzen oder rechtlichen Möglichkeiten hinsichtlich der Genom- und Epigenomansätze in verschiedenen Kontexten (somatisch/keimzell­spezifisch) untersucht werden, wobei insbesondere Einschränkungen oder Vorgaben zu berücksichtigen sind, die aus der Menschenwürdegarantie und der damit verbundenen Grundrechte resultieren können. All dies soll eine klare Abgrenzung von ethisch und rechtlich einwandfreien Anwendungen von solchen ermöglichen, die diskutiert oder abgelehnt werden sollten.